* Reduzierte Tensidkonzentration: Tenside sind die Reinigungsmittel in Shampoos, die Schaum erzeugen und Schmutz und Öl entfernen. Sie sind auch einer der Hauptverursacher von Augenreizungen. Nicht reißende Shampoos enthalten im Vergleich zu herkömmlichen Shampoos typischerweise eine geringere Konzentration an Tensiden. Dadurch sind sie schonender für die Augen, können aber auch dazu führen, dass sie nicht so aggressiv reinigen.
* Mildere Tenside: Auch die *Art* der verwendeten Tenside ist entscheidend. Anstatt aggressive Tenside wie Sodium Lauryl Sulfate (SLS) oder Sodium Laureth Sulfate (SLES) zu verwenden, entscheiden sich nicht reißende Formeln für mildere Alternativen wie:
* Kokosglucosid
* Decylglucosid
* Dinatriumcocoamphodiacetat
* Natriumcocoylisethionat
Diese sanfteren Tenside stören den Tränenfilm weniger und verursachen ein Brennen.
* pH-Ausgleich: Der pH-Wert des Shampoos ist so eingestellt, dass er näher am natürlichen pH-Wert menschlicher Tränen liegt, der bei etwa 7 liegt. Dies trägt dazu bei, Störungen des natürlichen pH-Werts des Auges zu verhindern und Reizungen zu reduzieren.
* Hinzufügen von „betäubenden“ Wirkstoffen: Einige tränenfreie Shampoos enthalten Inhaltsstoffe, die als milde Betäubungsmittel oder Kühlmittel wirken. Diese Substanzen verhindern Reizungen nicht wirklich, können das Auge jedoch vorübergehend maskieren oder desensibilisieren und so die Wahrnehmung eines Brennens verringern. Beispiele hierfür sind:
* Laureth-4
* PEG-150-Distearat
* Dickere Formulierung: Bei einem dickeren Shampoo ist es weniger wahrscheinlich, dass es über das Gesicht und in die Augen läuft. Die Viskosität sorgt dafür, dass das Shampoo dort bleibt, wo es aufgetragen wird, und verringert so das Risiko eines versehentlichen Augenkontakts.
Wichtige Überlegungen:
* „Tränenfrei“ bedeutet nicht, dass es keine Reizungen gibt: Der Begriff „tränenfrei“ ist ein Marketingbegriff und keine Garantie. Selbst mit diesen Formulierungen kann es bei einigen Personen, insbesondere bei Personen mit sehr empfindlichen Augen, zu leichten Reizungen kommen.
* Richtiges Spülen ist der Schlüssel: Unabhängig vom Shampoo-Typ ist gründliches Ausspülen unerlässlich. Rückstände in der Nähe der Augen können selbst bei einer sanften Formel zu Reizungen führen.
* Testen: Wenn Sie sehr empfindliche Augen haben oder das Shampoo bei einem Baby verwenden, ist es immer eine gute Idee, zuerst eine kleine Menge auf der Haut zu testen, um festzustellen, ob allergische Reaktionen oder Reizungen vorliegen.
* Nicht immer die beste Wahl für Erwachsene: Erwachsene mit normalen Haar- und Kopfhautproblemen empfinden nicht reißende Shampoos möglicherweise als weniger wirksam bei der Reinigung, da sie oft eine schwächere Reinigungskraft haben.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass nicht tränendes Shampoo Augenreizungen minimiert, indem es geringere Konzentrationen milderer Tenside verwendet, den pH-Wert ausgleicht, möglicherweise milde Betäubungsmittel hinzufügt und eine dickere Konsistenz aufweist. Durch diese Kombination von Faktoren ist es im Vergleich zu herkömmlichen Shampoos weniger wahrscheinlich, dass es zu Brennen und Tränenfluss kommt. Allerdings ist es wichtig zu bedenken, dass dieser Begriff keine Garantie für völlige Tränenlosigkeit darstellt.