Hier ist eine Aufschlüsselung dessen, was es misst und warum es verwendet wird:
Komponenten des FitnessGram:
Das FitnessGram bewertet typischerweise die folgenden fünf Schlüsselbereiche gesundheitsbezogener Fitness:
* Aerobe Kapazität:
* PACER (Progressive Aerobic Cardiovascular Endurance Run): Die Schüler rennen auf einer 20-Meter-Strecke hin und her und halten dabei mit immer schnelleren Pieptönen Schritt. Es misst die kardiovaskuläre Ausdauer.
* Meile laufen/gehen: Die Schüler laufen oder gehen so schnell wie möglich eine Meile. Misst auch die kardiovaskuläre Ausdauer.
* Muskelkraft und Ausdauer:
* Aufrollen: Die Schüler führen in einem bestimmten Zeitrahmen so viele Curl-Ups wie möglich durch und testen dabei die Kraft und Ausdauer des Bauches.
* Liegestütz: Die Schüler führen so viele Liegestütze wie möglich in der richtigen Form aus und testen dabei die Kraft und Ausdauer des Oberkörpers. Oft sind Modifikationen (wie Knie-Liegestütze) erlaubt.
* Flexibilität:
* Sit-and-Reach: Die Schüler sitzen mit ausgestreckten Beinen und greifen entlang einer Messskala nach vorne, um die Flexibilität der Oberschenkelmuskulatur und des unteren Rückens zu beurteilen.
* Schulterdehnung: Die Schüler strecken einen Arm über ihre Schulter und den anderen hinter ihren Rücken und versuchen, ihre Finger zu berühren. Dabei wird die Schulterflexibilität beurteilt.
* Körperzusammensetzung:
* Body-Mass-Index (BMI): Der BMI wird anhand von Größe und Gewicht berechnet und bietet eine Schätzung des Körperfetts. Es ist wichtig zu beachten, dass der BMI kein direktes Maß für das Körperfett ist und Einschränkungen unterliegt. Es wird als Indikator verwendet.
* Hautfaltenmessungen (seltener): In einigen Fällen werden Hautfalten an bestimmten Körperstellen mithilfe von Messschiebern gemessen, um den Körperfettanteil abzuschätzen. Dies geschieht in Schulen seltener.
Zweck und Ziele:
* Fitnessbewertung: Der Hauptzweck besteht darin, das aktuelle Fitnessniveau eines Schülers in den verschiedenen Komponenten zu beurteilen.
* Gesundheitsbezogener Fitness-Fokus: Der Schwerpunkt liegt auf *gesundheitsbezogener* Fitness und nicht auf leistungsbezogener Fitness (wie Beweglichkeit oder Kraft). Ziel ist die Förderung der allgemeinen Gesundheit und des Wohlbefindens.
* Individuelles Feedback: Die Schüler erhalten Berichte, in denen ihre Ergebnisse mit den Standards der Healthy Fitness Zone verglichen werden. Ziel ist es, ihnen personalisiertes Feedback zu ihren Stärken und Bereichen zu geben, in denen sie sich möglicherweise verbessern müssen.
* Körperliche Aktivität fördern: Das FitnessGram soll Schüler dazu ermutigen, körperlich aktiv zu sein und eine gesunde Lebensweise zu wählen.
* Fortschritt verfolgen: Schulen können FitnessGram-Daten verwenden, um den Fitnesszustand der Schüler im Laufe der Zeit zu verfolgen und die Wirksamkeit ihrer Sportunterrichtsprogramme zu bewerten.
* Bildung: Es hilft den Schülern, die Komponenten der Fitness und die Bedeutung körperlicher Aktivität für die allgemeine Gesundheit zu vermitteln.
Gesunde Fitnesszone (HFZ):
Das FitnessGram nutzt das Konzept der „Healthy Fitness Zone“ (HFZ). Hierbei handelt es sich um einen Bewertungsbereich für jeden Test, der ein mit guter Gesundheit verbundenes Fitnessniveau darstellt. Studierende erhalten für jede Komponente eine Rückmeldung, ob ihre Ergebnisse innerhalb der HFZ liegen. Der Fokus liegt darauf, ein *gesundes* Fitnessniveau zu erreichen, nicht unbedingt das „Beste“ zu sein.
Kritik und Überlegungen:
Obwohl das FitnessGram weit verbreitet ist, stößt es auch auf einige Kritik:
* Fokus auf Gewicht/BMI: Die Einbeziehung des BMI hat Bedenken hinsichtlich möglicher negativer Auswirkungen auf das Körperbild und der Gefahr einer Gewichtsstigmatisierung geweckt. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass der BMI ein begrenztes Maß ist.
* Standardisierte Tests und Variabilität: Wie jeder standardisierte Test kann auch das FitnessGram durch Faktoren wie die Motivation der Schüler, die Testumgebung und individuelle Unterschiede im Körpertyp und in den Fähigkeiten beeinflusst werden.
* Bedarf an qualifizierter Interpretation: Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die FitnessGram-Ergebnisse von qualifizierten Fachleuten (z. B. Sportlehrern) interpretiert und kommuniziert werden, die den Schülern angemessene Anleitung und Unterstützung bieten können.
* Vergleiche: Die Vergleiche, die Kinder untereinander anstellen, können sich negativ auf das Selbstwertgefühl auswirken.
Zusammenfassend ist das FitnessGram ein Fitness-Bewertungstool, das in Schulen zur Messung verschiedener Aspekte der gesundheitsbezogenen Fitness eingesetzt wird. Ziel ist es, den Schülern Feedback zu ihrem Fitnessniveau zu geben und sie zu einem gesunden Lebensstil zu ermutigen. Es ist jedoch wichtig, sich der möglichen Einschränkungen bewusst zu sein und sicherzustellen, dass das Programm auf unterstützende und integrative Weise umgesetzt wird.