1. Einwegartikel:
* Nadeln, Schläuche (Griffe) und Tintenkappen sind fast überall Einweg- und Wegwerfprodukte. Dies ist der wichtigste Schutz gegen Kreuzkontaminationen. Nach einer Tattoo-Sitzung werden diese Gegenstände sofort in einem Behälter für scharfe Gegenstände entsorgt.
* Behälter für scharfe Gegenstände: Hierbei handelt es sich um durchstichsichere Behälter, die speziell für die sichere Entsorgung von Nadeln und anderen scharfen medizinischen Abfällen entwickelt wurden.
2. Autoklavieren:
* Autoklavieren ist der Goldstandard für die Sterilisation. Bei diesem Verfahren wird Hochdruckdampf verwendet, um alle Mikroorganismen, einschließlich Bakterien, Viren und Sporen, abzutöten.
* Wiederverwendbare Ausrüstung (wie Edelstahlrohre oder Teile von Tätowiermaschinen, die nicht mit dem Körper des Kunden in Berührung kommen) werden gründlich gereinigt und anschließend in einen Autoklaven gegeben.
* Autoklavenverfahren:
* Die Artikel werden gründlich mit enzymatischen Reinigungsmitteln gereinigt, um Blut und andere Rückstände zu entfernen.
* Die Artikel werden dann in Autoklavbeutel verpackt oder verpackt, die das Eindringen von Dampf ermöglichen und den Inhalt nach dem Prozess steril halten.
* Der Autoklav wird bei bestimmten Temperaturen und Drücken für eine festgelegte Dauer betrieben (z. B. 121 °C (250 °F) für 15–20 Minuten oder 132 °C (270 °F) für 3–10 Minuten). Die genauen Parameter hängen vom Autoklavenmodell und dem zu sterilisierenden Gut ab.
* Nach dem Autoklavieren verfügen die Beutel über Indikatoren, die ihre Farbe ändern, um zu bestätigen, dass der Sterilisationsprozess erfolgreich war.
3. Sonstige Reinigung und Desinfektion:
* Oberflächendesinfektion: Alle Oberflächen im Tätowierbereich (Stühle, Theken, Maschinen usw.) werden mit einem von der EPA registrierten Desinfektionsmittel desinfiziert, das gegen durch Blut übertragene Krankheitserreger wirksam ist.
* Barriereschutz: Viele Tätowierer verwenden Einwegbarrieren (Plastikfolie, Beutel), um Geräte und Oberflächen abzudecken, die schwer zu reinigen oder zu sterilisieren sind. Dadurch wird eine Kontamination von vornherein verhindert.
4. Wichtige Überlegungen:
* Lizenzierung und Vorschriften: Tätowierer müssen in der Regel über eine Lizenz verfügen und bestimmte Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften befolgen, die von lokalen oder staatlichen Behörden festgelegt werden. Diese Vorschriften schreiben häufig ordnungsgemäße Sterilisationsverfahren vor.
* Weiterbildung: Renommierte Tätowierer halten sich durch Fortbildungskurse über bewährte Verfahren für Sterilisation und Hygiene auf dem Laufenden.
* Kundenbeobachtung: Ein Kunde sollte sich wohl fühlen, wenn er nach den Sterilisationsverfahren eines Künstlers fragt. Ein professioneller Tätowierer erklärt Ihnen gerne seine Methoden und sorgt für eine saubere und sichere Umgebung.
Was ist für die Sterilisation NICHT akzeptabel:
* Kochen: Durch Abkochen werden nicht alle Sporen abgetötet, daher ist es keine wirksame Sterilisationsmethode für Tätowiergeräte.
* Alkohol oder andere Desinfektionsmittel allein: Während Desinfektionsmittel für die Oberflächenreinigung wichtig sind, sind sie kein Ersatz für das Autoklavieren, wenn es um Instrumente geht, die in die Haut eindringen.
* UV-Sterilisatoren/Desinfektionsmittel: UV-Sterilisatoren eignen sich besser für Werkzeuge, die nicht in die Haut eindringen, wie Kämme oder Scheren. Sie eignen sich nicht zum Sterilisieren von Tätowiernadeln.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Tätowierer der Sicherheit ihrer Kunden Priorität einräumen, indem sie, wann immer möglich, Einwegartikel verwenden und wiederverwendbare Ausrüstung streng in einem Autoklaven sterilisieren. Auch angemessene Hygiene- und Desinfektionspraktiken sind für die Aufrechterhaltung einer sicheren Tätowierumgebung unerlässlich.