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Quasi-Farben:Interferenzfarben und optische Phänomene verstehen

Für den Begriff „Quasi-Farbe“ gibt es in der Farbwissenschaft oder -physik keine allgemein anerkannte formale Definition. Allerdings wird es oft informell verwendet, um ein paar verschiedene Dinge zu beschreiben:

1. Interferenzfarben (Dünnschichtinterferenz):

* Dies ist wahrscheinlich die häufigste Bedeutung. Quasi-Farben sind in dünnen Filmen zu sehen, wie Ölflecken auf Wasser, Seifenblasen oder den Beschichtungen einiger optischer Linsen. Diese Farben werden nicht durch das Pigment eines Materials erzeugt, das bestimmte Lichtwellenlängen absorbiert. Stattdessen werden sie durch die Interferenz von Lichtwellen erzeugt die von der Ober- und Unterseite eines dünnen Films reflektiert wurden.

* Die Dicke des Films und der Betrachtungswinkel bestimmen, welche Wellenlängen des Lichts konstruktiv interferieren (sich gegenseitig verstärken, eine helle Farbe erzeugen) und welche destruktiv interferieren (sich gegenseitig aufheben, was zum Fehlen dieser Farbe führt).

* Hauptmerkmale:

* Schillern: Die Farbe ändert sich je nach Betrachtungswinkel.

* Abhängigkeit von der Filmdicke: Unterschiedliche Dicken erzeugen unterschiedliche Farben.

* Kein inhärentes Pigment: Die Farben entstehen durch Welleninterferenz.

2. Durch Beugung erzeugte Farben:

* Ähnlich wie bei der Interferenz erfolgt bei der Beugung die Biegung von Lichtwellen, wenn sie Hindernisse umfahren oder durch enge Öffnungen (wie die eng beieinander liegenden Linien auf einem Beugungsgitter) wandern.

* Durch Beugung kann weißes Licht in seine einzelnen Farben zerlegt und so ein Spektrum erzeugt werden.

* Beispiele hierfür sind die Farben, die man auf CDs oder DVDs sieht oder die durch spezielle Beugungsgitter in der Spektroskopie erzeugt werden.

3. Strukturfarbe:

* Dies ist ein allgemeinerer Begriff, kann aber manchmal mit Quasi-Farbe in Verbindung gebracht werden. Strukturfarbe wird durch die mikroskopischen Strukturen eines Materials erzeugt, die bestimmte Lichtwellenlängen selektiv reflektieren.

* Beispiele hierfür sind die leuchtenden Farben von Schmetterlingsflügeln, Pfauenfedern und einigen Käfern.

* Bei den Strukturen handelt es sich oft um hochgeordnete Anordnungen winziger Strukturen (z. B. Schuppen, Grate oder photonische Kristalle), die dazu führen, dass Licht für bestimmte Wellenlängen konstruktiv interferiert und so die beobachtete Farbe erzeugt.

4. Farben, die der wahren Farbe nahe kommen:

* In manchen wissenschaftlichen Kontexten, etwa in der Bildgebung oder beim Rendern, wird „Quasi-Farbe“ möglicherweise informell verwendet, um eine Darstellung zu beschreiben, die der wahren Farbe *annähernd* entspricht, aber nicht vollkommen genau ist. Dies kann an Einschränkungen in der Bildgebungstechnologie, den Rendering-Algorithmen oder der Art und Weise der Datenverarbeitung liegen.

Zusammenfassung:

„Quasi-Farbe“ bedeutet normalerweise eine Farbe, die nicht durch herkömmliche Pigmentabsorption erzeugt wird, sondern durch:

* Interferenz

* Beugung

* Mikroskopische Strukturen

* eine ungefähre Darstellung der wahren Farbe

Es ist wichtig zu beachten, dass die Bedeutung kontextabhängig sein kann. Wenn Sie auf den Begriff stoßen, versuchen Sie, den Kontext zu verstehen, in dem er verwendet wird, um die beabsichtigte Bedeutung zu bestimmen. Suchen Sie nach Möglichkeit nach der Definition, die der Autor/Sprecher verwendet.