* Wachstumsphase (Anagen): Dies ist die aktive Wachstumsphase. Bei Kopfhaaren hält es jahrelang an (normalerweise 2–7 Jahre, weshalb Haare sehr lang wachsen können) und bei anderen Körperhaaren kürzere Zeiträume. Die Länge dieser Phase bestimmt, wie lange das Haar wachsen kann.
* Übergangsphase (Katagen): Dies ist eine kurze Übergangsphase (ca. 2-3 Wochen), in der der Haarfollikel schrumpft und sich von der Blutversorgung löst.
* Ruhephase (Telogen): Dies ist die Ruhephase (ca. 3 Monate), in der der Haarfollikel inaktiv ist und das alte Haar im Follikel verbleibt.
* Abbauphase (Exogen): Dies wird oft als Teil der Telogenphase angesehen. Das alte Haar wird ausgeworfen und aus dem Follikel beginnt ein neues Haar zu wachsen, wodurch der Zyklus neu beginnt.
Was bedeutet das also, wenn das Haar „aufhört“ zu wachsen?
* Einzelne Haare: Jedes einzelne Haar hört auf zu wachsen, wenn es in die Katagenphase eintritt. Danach wartet es nur noch darauf, abgeworfen zu werden.
* Gesamthaarwachstum: Das Haarwachstum ist ein kontinuierlicher Zyklus. Allerdings mit zunehmendem Alter:
* Die Anagenphase verkürzt sich: Das bedeutet, dass das Haar weniger Zeit mit dem aktiven Wachstum verbringt und daher möglicherweise nicht mehr die gleiche Länge erreicht wie in jungen Jahren.
* Haarfollikel können schrumpfen: Mit der Zeit können einige Haarfollikel schrumpfen und dünnere, kürzere Haare produzieren oder schließlich ganz aufhören, Haare zu produzieren. Dies ist ein wesentlicher Faktor für altersbedingten Haarausfall und Glatzenbildung.
* Hormonelle Veränderungen: Hormonelle Veränderungen (insbesondere bei Frauen nach der Menopause) können das Haarwachstum beeinflussen und zu Haarausfall führen.
Zusammenfassung:
* Einzelne Haare hören am Ende ihrer Anagenphase auf zu wachsen.
* Das allgemeine Haarwachstum verlangsamt sich und kann schließlich aufgrund von Alterung und hormonellen Veränderungen, die sich auf den Haarwachstumszyklus und die Follikel auswirken, dünner werden.
Es ist wichtig zu beachten, dass Genetik, Ernährung und allgemeine Gesundheit ebenfalls eine wichtige Rolle bei Haarwachstum und Haarausfall spielen.