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Haarfärbemittel und Melanin:Die chemische Reaktion verstehen

Haarfärbemittel beeinflussen Melanin je nach Art des verwendeten Farbstoffs auf unterschiedliche Weise:

1. Permanente Haarfarbe:

* Oxidiert vorhandenes Melanin: Permanentes Haarfärbemittel enthält Ammoniak oder ein ähnliches alkalisches Mittel, das die Haarkutikula (die äußere Schicht) öffnet. Anschließend wird Wasserstoffperoxid (oder ein ähnlicher Entwickler) verwendet, um die vorhandenen Melaninpigmente im Haarschaft zu oxidieren. Dieser Prozess zersetzt die Melaninmoleküle und hellt ihre Farbe auf. Das Ausmaß der Aufhellung hängt von der Peroxidkonzentration und der Anwendungsdauer ab.

* Hinterlegt neue Farbe: Gleichzeitig dringen die Farbstoffvorläufer (kleine, farblose Moleküle) in den Haarschaft ein. Durch das Peroxid reagieren diese Vorläufer miteinander und bilden größere, farbige Moleküle im Haar. Diese neu gebildeten Farbstoffmoleküle werden im Haarschaft eingeschlossen und erzeugen die gewünschte neue Haarfarbe.

2. Semipermanente Haarfarbe:

* Hinterlegt Farbe auf der Oberfläche: Semipermanente Farbstoffe enthalten weder Ammoniak noch Peroxid. Stattdessen lagern sie Farbmoleküle auf der Oberfläche des Haarschafts ab und dringen leicht in die äußere Schuppenschicht ein. Sie beeinflussen das vorhandene Melanin nicht wesentlich.

* Melanin immer noch sichtbar: Das natürliche Melanin ist immer noch durch die aufgetragene Farbe sichtbar, weshalb semipermanente Farbstoffe am besten dazu geeignet sind, Ihrer bestehenden Farbe Ton oder Tiefe zu verleihen, anstatt sie dramatisch aufzuhellen.

* Wäscht sich aus: Da die Farbstoffmoleküle nicht dauerhaft im Haarschaft eingeschlossen sind, werden semipermanente Farbstoffe mit jedem Shampoo nach und nach ausgewaschen.

3. Demi-permanente Haarfarbe:

* Peroxid mit geringem Volumen: Demi-permanente Haarfarbe enthält einen Entwickler mit geringem Volumen (Peroxid), der ein gewisses Eindringen in den Haarschaft ermöglicht, ohne das natürliche Pigment drastisch zu verändern.

* Weniger Aufhellung, mehr Ton: Demi-permanente Farbstoffe lagern Farbe ab, können das Haar aber auch dezent aufhellen, indem sie etwas Melanin oxidieren. Allerdings ist der aufhellende Effekt deutlich geringer als bei permanenten Farbstoffen. Demi-permanente Farbstoffe eignen sich gut, um graues Haar zu verblenden, der natürlichen Farbe mehr Fülle zu verleihen oder Glanzlichter zu tönen.

4. Bleichmittel:

* Brechnet Melanin ab: Bleichmittel enthalten eine hohe Konzentration an Wasserstoffperoxid (oder einem ähnlichen Bleichmittel) und ein alkalisches Mittel. Sein Hauptzweck besteht darin, die Farbe aus dem Haar zu entfernen, indem es die Melaninpigmente oxidiert und abbaut.

* Erhebliche Aufhellung: Bleichmittel können das Haar erheblich aufhellen, oft bis zu einem blassen Gelb oder Weiß, abhängig von der ursprünglichen Haarfarbe und der Stärke des Bleichmittels.

* Ireversibler Schaden: Bleichen kann schädlich für das Haar sein, da es die Proteinstruktur schwächt.

Zusammenfassung:

* Permanente Farbstoffe: Bauen Sie vorhandenes Melanin auf, um das Haar aufzuhellen und neue Farbe zu hinterlassen.

* Semipermanente Farbstoffe: Beeinflussen Melanin nicht wesentlich; Sie überziehen das Haar mit Farbe.

* Demipermanente Farbstoffe: Wirkt sich leicht auf Melanin aus und hinterlässt Farbe mit minimaler Aufhellung.

* Bleichmittel: Baut Melanin drastisch ab und sorgt so für eine deutliche Aufhellung.

Die Wirkung auf Melanin bestimmt direkt den Grad der Farbveränderung, die beim Färben der Haare erzielt wird. Um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen und Schäden zu minimieren, ist es wichtig zu verstehen, wie die einzelnen Farbstofftypen mit Melanin interagieren.