1. Richtige Bleichpraktiken:
* Gehen Sie zu einem Fachmann: Dies ist der wichtigste Faktor. Ein professioneller Colorist verfügt über die Ausbildung und Erfahrung, um die Gesundheit Ihres Haares zu beurteilen, die richtige Bleichstärke auszuwählen und sie gleichmäßig aufzutragen. Sie können den Prozess auch überwachen, um eine Überverarbeitung zu verhindern.
* Entwickler mit geringerem Volumen: Ein Entwickler mit geringerem Volumen (10 oder 20) ist schonender für das Haar als ein Entwickler mit höherem Volumen (30 oder 40). Es hebt die Farbe langsamer an, minimiert aber Schäden. Langsamer und gleichmäßiger ist bei Bleichmittel immer besser.
* Protein-/Bindungsbildner WÄHREND des Bleichprozesses: *Olaplex, Wellaplex, L'Oréal Smartbond* sind nur einige Beispiele. Diese bindungsaufbauenden Behandlungen schützen und bauen die Disulfidbindungen im Haar, die beim Bleichen aufgebrochen werden, wieder auf. Sie werden direkt der Bleichmischung zugesetzt. Sie sind jeden Cent wert!
* Hitze vermeiden: Benutzen Sie vor oder nach dem Blondieren keine Hitze-Stylinggeräte, da dies das Haar noch weiter schwächen kann.
2. Intensive Flüssigkeitszufuhr:
* Tiefenspülungen/Haarmasken: Integrieren Sie mindestens einmal pro Woche Tiefenpflegebehandlungen oder Haarmasken in Ihre Routine. Suchen Sie nach Produkten, die speziell für geschädigtes oder chemisch behandeltes Haar entwickelt wurden. Inhaltsstoffe wie Sheabutter, Kokosöl, Avocadoöl und Keratin sind vorteilhaft.
* Leave-In-Conditioner: Verwenden Sie nach der Haarwäsche einen Leave-in-Conditioner, um den Haaren den ganzen Tag über zusätzliche Feuchtigkeit und Schutz zu spenden.
* Haaröle: Tragen Sie ein leichtes Haaröl auf die Haarspitzen auf, um die Feuchtigkeit einzuschließen und Spliss vorzubeugen. Arganöl, Jojobaöl und Kokosnussöl sind beliebte Optionen.
3. Schaden minimieren:
* Schonendes Waschen: Waschen Sie Ihre Haare seltener (2-3 Mal pro Woche), um zu vermeiden, dass ihnen natürliche Öle entzogen werden. Verwenden Sie ein sulfatfreies Shampoo und eine Spülung.
* Kaltwasserspülung: Spülen Sie Ihr Haar nach dem Waschen mit kaltem Wasser aus, um die Haarkutikula zu schließen und Feuchtigkeit einzuschließen.
* Kamm mit breiten Zähnen: Verwenden Sie einen breitzinkigen Kamm, um Ihr Haar zu entwirren. Beginnen Sie dabei an den Spitzen und arbeiten Sie sich bis zu den Wurzeln vor. Vermeiden Sie die Verwendung einer Bürste bei nassem Haar, da dieses anfälliger für Haarbruch ist.
* Lufttrocknung: Vermeiden Sie die Verwendung eines Haartrockners so weit wie möglich. Wenn Sie einen verwenden müssen, verwenden Sie eine niedrige Hitzeeinstellung und einen Diffusor.
* Schutzfrisuren: Wenn Sie schlafen, sollten Sie Ihre Haare zu einem lockeren Zopf oder Dutt tragen, um Reibung und Verheddern zu vermeiden. Kissenbezüge aus Seide oder Satin können ebenfalls dazu beitragen, die Reibung zu reduzieren.
* Überlappende Bleichmittel vermeiden: Bleichen Sie nur das neue Haarwachstum und vermeiden Sie Überlappungen auf zuvor gebleichtem Haar, da dies schwere Schäden verursacht.
4. Regelmäßige Besätze:
* Spliss abschneiden: Lassen Sie Ihr Haar regelmäßig (alle 6–8 Wochen) schneiden, um Spliss zu entfernen und zu verhindern, dass er am Haarschaft nach oben wandert.
5. Proteinbehandlungen:
* Ausgewogener Ansatz: Während Feuchtigkeit entscheidend ist, benötigt gebleichtes Haar auch Protein. Proteinbehandlungen helfen, den Haarschaft zu stärken und Schäden zu reparieren. Allerdings kann zu viel Protein das Haar spröde machen, also verwenden Sie es sparsam (einmal im Monat oder weniger). Befolgen Sie die Anweisungen genau und wählen Sie Proteinbehandlungen sorgfältig aus.
6. Ernährung und Flüssigkeitszufuhr:
* Gesunde Ernährung: Eine gesunde Ernährung, die reich an Proteinen, Vitaminen und Mineralstoffen ist, ist für ein gesundes Haarwachstum unerlässlich.
* Bleiben Sie hydriert: Trinken Sie viel Wasser, um Ihr Haar und Ihre Kopfhaut mit Feuchtigkeit zu versorgen.
7. Sonnenschutz:
* UV-Schutz: Die Sonne kann gebleichtes Haar schädigen und es trocken und spröde machen. Verwenden Sie ein Haarprodukt mit UV-Schutz oder tragen Sie einen Hut, wenn Sie sich im Freien aufhalten.
Wichtige Überlegungen:
* Haargeschichte: Der Zustand Ihrer Haare vor dem Bleichen hat großen Einfluss auf das Ergebnis. Wenn Ihr Haar bereits geschädigt ist, ist das Bleichen möglicherweise keine gute Idee.
* Haartextur: Feines Haar ist im Allgemeinen anfälliger für Schäden als dickes Haar.
* Erwartungen: Der Übergang von dunklem Haar zu Platinblond in einer Sitzung ist äußerst schädlich. Seien Sie realistisch, was Ihr Haar verträgt, und seien Sie auf mehrere Sitzungen vorbereitet.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Vorbeugung von Haarbruch bei blondiertem Haar einen vielschichtigen Ansatz erfordert, der professionelles Bleichen, intensive Feuchtigkeitsversorgung, Schadensminimierung, regelmäßiges Trimmen und einen gesunden Lebensstil umfasst. Es ist eine Verpflichtung zur fortlaufenden Pflege und Wartung. Wenn Sie nicht bereit sind, Zeit und Mühe zu investieren, ist Bleichblond möglicherweise nicht die richtige Wahl für Sie.