Antike (vorindustrielle Revolution):
* Zutaten: Der Haarfärbemittel wurde mit natürlichen Zutaten hergestellt, die oft lokal bezogen wurden. Gemeinsame Substanzen enthalten:
* Pflanzen: Henna (rot/braun), Indigo (blau), Walnussschalen (braun), Kamille (blonde), Safran (gelb).
* Mineralien: Eisenoxide (rot/braun), Bleiverbindungen (Verdunkelung - obwohl gefährlich und nicht empfohlen)
* Insekten: Carmine (rot, abgeleitet von cochinealen Insekten)
* Produktion:
* Home-basiert: Haarfarbstoff wurde zu Hause fast ausschließlich von Einzelpersonen oder in Familien hergestellt. Die Menschen sammelten, trocknen und verarbeiten die natürlichen Materialien selbst. Dies beinhaltete das Schleifen, Kochen, Ausrüstungen oder Fermentieren der Zutaten, um die gewünschte Farbe zu extrahieren.
* Apotheker (in gewissem Maße): Apotheker (frühe Apotheker) haben möglicherweise einige spezielle Haarfarbstoffe oder Formulierungen unter Verwendung natürlicher Inhaltsstoffe vorbereitet, aber dies war wahrscheinlich ein relativ kleiner Betrieb.
* Ort: Überall waren natürliche Zutaten verfügbar. Regionen mit spezifischen Pflanzen wie dem Nahen Osten (Henna), Indien (Indigo) und dem Mittelmeer (Kamille) waren natürlich mit Farbstoffen assoziiert, die aus diesen Quellen stammen.
Früh Industriezeitalter (19. Jahrhundert):
* Entstehung von synthetischen Farbstoffen: Die zufällige Entdeckung von Mauveine (Aniline Dye) im Jahr 1856 von William Perkin in England revolutionierte die Farbstoffindustrie. Dies markierte den Beginn der synthetischen Farbstoffproduktion.
* Produktion:
* frühe Fabriken: In Europa (insbesondere in England, Frankreich und Deutschland) entstanden anfängliche Fabriken, um Anilinfarbstoffen zu produzieren. Dies waren chemische Anlagen, die sich von den häuslichen Operationen der Vergangenheit ganz unterschieden.
* Verschiebung von natürlicher: Als synthetische Farbstoffe erschwinglicher wurden und ein breiteres Farbpection und eine bessere Beständigkeit boten, nahm die Abhängigkeit von natürlichen Farbstoffen allmählich ab, obwohl natürliche Farbstoffe immer noch ihren Platz hatten.
* Ort: In erster Linie Westeuropa, wo sich die chemische Industrie entwickelte. Deutschland wurde zum großen Zentrum für Farbstoffproduktion.
20. Jahrhundert und darüber hinaus:
* Fortgeschrittene Chemie: Haarfarbstoffformeln wurden zunehmend komplexer und beinhalteten Ammoniak (zum Öffnen der Haarschneidhüter), Wasserstoffperoxid (zur Hebefarbe) und verschiedene andere Chemikalien, um spezifische Effekte zu erzielen.
* Produktion:
* groß angelegte Herstellung: Moderner Haarfarbstoff wird von großen kosmetischen Unternehmen in hochkontrollierten Fabrikumgebungen hergestellt. Dies beinhaltet präzise chemische Reaktionen, Qualitätskontrollmaßnahmen und sorgfältige Verpackungen.
* Forschung und Entwicklung: Wesentliche Ressourcen sind der Forschung und Entwicklung gewidmet, um Haarfarbstoffformeln zu verbessern, die Haare zu reduzieren, die Farbpalette zu erweitern und Sicherheitsbedenken zu beheben.
* Ort: Global. Während die größten Kosmetikunternehmen ihren Hauptsitz in Nordamerika, Europa und Japan haben, befinden sich jetzt in verschiedenen Ländern der Welt, häufig in Regionen mit niedrigeren Arbeitskosten. In Westeuropa und Nordamerika gibt es immer noch Produktion, aber auch die Produktion in Asien (China, Indien usw.) und Lateinamerika.
Zusammenfassend:
* Alt: Natürliche Zutaten, Hausproduktion, lokalisiert auf der Grundlage der Verfügbarkeit von Ressourcen.
* 19. Jahrhundert: Entstehung von synthetischen Farbstoffen, Fabriken in Europa.
* 20. Jahrhundert-Voraussetzung: Komplexe Chemie, groß angelegte Herstellung, globale Produktion.
Es ist erwähnenswert, dass es in der Kosmetikindustrie ein neues Interesse an natürlichen Haarfärben und nachhaltigere Praktiken gibt. Die überwiegende Mehrheit des heute verkauften Haarfärbemittels basiert jedoch immer noch auf der synthetischen Chemie.