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Haarneubindung:Ein umfassender Leitfaden zum Prozess und zu potenziellen Risiken

Haarneubindung:erklärt

Beim Hair Rebonding handelt es sich um einen chemischen Haarglättungsprozess, der darauf abzielt, lockiges, welliges oder krauses Haar in dauerhaft glattes und geschmeidiges Haar zu verwandeln. Dabei werden die natürlichen Bindungen in Ihrem Haar aufgebrochen und anschließend wieder in eine gerade Form gebracht.

Hier ist eine vereinfachte Aufschlüsselung des Prozesses:

1. Beruhigend/entspannend: Ein chemisches Entspannungsmittel (häufig enthält Ammoniumthioglykolat oder Natriumhydroxid) wird angewendet, um die natürlichen Disulfidbindungen des Haares aufzubrechen, die ihm seine Form verleihen.

2. Spülen: Das Entspannungsmittel wird gründlich ausgespült.

3. Föhnen und Bügeln: Das Haar wird glatt geföhnt und anschließend sorgfältig gebügelt, um eine perfekt glatte Basis zu gewährleisten.

4. Neutralisierend: Ein Neutralisator (häufig Wasserstoffperoxid) wird aufgetragen, um die Haarbindungen in ihrer neuen, geraden Konfiguration wiederherzustellen. Dadurch wird die gerade Form „festgelegt“.

5. Konditionierung: In der Regel wird eine Tiefenpflegebehandlung durchgeführt, um dabei zu helfen, einen Teil der während des Prozesses verlorenen Feuchtigkeit wiederherzustellen.

6. Abschließendes Spülen und Föhnen: Die Haare werden nochmals ausgespült und geföhnt.

Ist die Neuverklebung der Haare schädlich?

Ja, das Neubinden von Haaren *ist* potenziell schädlich für Ihr Haar. Hier ist der Grund:

* Schädigung der Haarstruktur: Die beim Rebonding verwendeten Chemikalien sind aggressiv und können den Haarschaft erheblich schwächen. Dies kann dazu führen:

* Trockenheit: Durch den Prozess werden natürliche Öle entfernt, wodurch das Haar trocken und spröde wird.

* Bruch: Geschwächtes Haar ist anfälliger für Haarbruch, insbesondere an den Spitzen.

* Spliss: Erhöhte Häufigkeit von Spliss.

* Ausdünnung: In schweren Fällen kann wiederholtes Nachbinden oder unsachgemäße Anwendung zu Haarausfall führen.

* Elastizitätsverlust: Das Haar verliert seine natürliche Elastizität, wodurch es weniger widerstandsfähig und anfälliger für Schäden wird.

* Änderung der Haarstruktur: Auch wenn der Rückbindungseffekt nachlässt, kann die Textur Ihres Nachwuchses anders sein.

* Kopfhautreizung: Die Chemikalien können auch die Kopfhaut reizen und Folgendes verursachen:

* Juckreiz: Eine häufige Nebenwirkung aufgrund chemischer Reizungen.

* Rötung: Entzündung der Kopfhaut.

* Brennendes Gefühl: In manchen Fällen kann ein brennendes Gefühl auftreten, wenn die Chemikalien zu stark sind oder zu lange einwirken.

* Haarausfall (in schweren Fällen): Extreme Reizungen können manchmal zu vorübergehendem Haarausfall führen.

* Allergische Reaktionen: Einige Personen reagieren möglicherweise allergisch auf die beim erneuten Kleben verwendeten Chemikalien, was zu schwerwiegenderen Reaktionen führen kann.

* Formaldehyd-Bedenken (in einigen Produkten): Auch wenn dies heutzutage weniger verbreitet ist, können einige ältere oder billigere Wiederverklebungsprodukte Formaldehyd oder Formaldehyd freisetzende Konservierungsmittel enthalten. Formaldehyd ist ein bekanntes Karzinogen (krebserregendes Mittel) und kann Atemwegsreizungen und Hautallergien verursachen.

Faktoren, die den Schaden beeinflussen:

* Haartyp: Feines und bereits geschädigtes Haar ist anfälliger für Schäden durch erneutes Verkleben.

* Häufigkeit der Behandlung: Wiederholte Rebonding-Sitzungen schwächen das Haar zusätzlich.

* Technikerfähigkeit: Eine unsachgemäße Anwendung durch einen unerfahrenen Techniker erhöht das Schadensrisiko erheblich. Übermäßige Verarbeitung, ungleichmäßige Anwendung und falsches Timing können zu schwerwiegenden Problemen führen.

* Produktqualität: Die Qualität der eingesetzten Chemikalien spielt eine entscheidende Rolle. Billigere Produkte sind oft härter und schädlicher.

* Nachsorge: Die richtige Nachpflege ist unerlässlich, um Schäden zu minimieren und die Gesundheit des neu gebundenen Haares zu erhalten.

Den Schaden minimieren:

Wenn Sie sich dennoch dafür entscheiden, Ihr Haar neu binden zu lassen, gibt es hier einige Möglichkeiten, den möglichen Schaden zu minimieren:

* Wählen Sie einen seriösen Salon und einen erfahrenen Techniker: Recherchieren Sie gründlich und gehen Sie zu einem Salon, der für seine Fachkenntnisse im Rebonding und der Verwendung von Qualitätsprodukten bekannt ist. Fragen Sie nach Vorher-Nachher-Fotos und lesen Sie Bewertungen.

* Machen Sie einen Strangtest: Bitten Sie vor der vollständigen Behandlung um einen Strähnentest, um festzustellen, wie Ihr Haar auf die Chemikalien reagiert.

* Kommunizieren Sie mit Ihrem Techniker: Seien Sie ehrlich über Ihre Haargeschichte (frühere chemische Behandlungen, Schäden usw.).

* Befolgen Sie die Anweisungen zur Nachsorge sorgfältig: Dazu gehört die Verwendung sulfatfreier Shampoos und Spülungen, die speziell für chemisch behandeltes Haar entwickelt wurden, die regelmäßige Tiefenpflege, der möglichste Verzicht auf Hitzestyling und der Schutz Ihres Haares vor Sonneneinstrahlung.

* Alternativen prüfen: Entdecken Sie weniger schädliche Alternativen wie Keratinbehandlungen (brasilianische Blowouts) oder Haarglättungsbürsten, die eine vorübergehende Glättung ermöglichen, ohne die Haarstruktur dauerhaft zu verändern.

* Umarmen Sie Ihr natürliches Haar: Erwägen Sie, Ihre natürliche Haarstruktur zu nutzen, anstatt eine dauerhafte Glättung anzustreben. Es gibt viele Produkte und Techniken, um Locken und Wellen zu verstärken oder Frizz zu bekämpfen.

Fazit:

Das erneute Binden von Haaren kann eine dramatische Veränderung bewirken, birgt jedoch erhebliche Risiken für die Gesundheit Ihres Haares und Ihrer Kopfhaut. Es ist wichtig, die Vor- und Nachteile sorgfältig abzuwägen, einen qualifizierten Fachmann auszuwählen und sich für eine sorgfältige Nachsorge zu engagieren. Ziehen Sie nach Möglichkeit weniger schädliche Alternativen in Betracht oder nutzen Sie Ihre natürliche Haarstruktur.