Ich. Einfache Zöpfe (basierend auf der Stranganzahl):
* Dreisträngiges Geflecht (klassisches Geflecht): Das grundlegendste und bekannteste. Dabei werden die Haare in drei Abschnitte unterteilt und übereinander und untereinander verflochten.
* Zweisträngiges Geflecht (gedrehtes Geflecht/Seilgeflecht): Dabei werden zwei Haarpartien umeinander gedreht. Schneller herzustellen als ein dreisträngiges Geflecht.
* Viersträngiges Geflecht: Das Haar ist in vier Abschnitte unterteilt und miteinander verflochten. Kann einen flacheren und breiteren Zopf erzeugen.
* Fünfsträngiges Geflecht: Ähnlich einem viersträngigen Geflecht, jedoch mit fünf Abschnitten. Kann komplizierte und dekorative Looks erzeugen.
II. Flechttechniken und -stile:
* Französischer Zopf: Ein dreisträngiger Zopf, bei dem nach und nach Haarpartien von den Seiten hinzugefügt werden, während Sie den Zopf nach unten flechten. Erzeugt einen Zopf, der flach an der Kopfhaut anliegt.
* Dutch Braid (umgekehrter französischer Zopf): Ähnlich einem französischen Zopf, aber die Abschnitte werden nicht übereinander, sondern *untereinander* gekreuzt. Dadurch hebt sich der Zopf vom Kopf ab und es entsteht ein erhabener Effekt.
* Fischschwanzgeflecht: Das Haar wird in zwei Abschnitte geteilt, und kleine Strähnen werden von der Außenseite jedes Abschnitts entnommen und zum gegenüberliegenden Abschnitt gekreuzt. Erzeugt ein strukturiertes, schuppenartiges Erscheinungsbild.
* Wasserfallgeflecht: Eine Art französischer Zopf, bei dem der untere Strang nach jedem Durchgang fallen gelassen wird, wodurch ein kaskadierender „Wasserfall“-Effekt entsteht.
* Durchziehgeflecht (Kunstgeflecht): Eine Reihe von Pferdeschwänzen, die durcheinander geschlungen sind, um den Look eines Zopfes zu erzeugen, ohne tatsächlich zu flechten.
* Leitergeflecht: Ein dekorativer Zopf, bei dem horizontale Stränge über den Zopf gelegt werden, der einer Leiter ähnelt.
* Unendlichkeitszopf: Ein Zopf, der das Aussehen einer Acht oder eines Unendlichkeitssymbols erzeugt.
* Fischgrätengeflecht: Sehr ähnlich dem Fischschwanzgeflecht.
* Kettengeflecht: Eine Reihe von Knoten oder Schlaufen, die einer Kette ähneln.
III. Zöpfe nach Platzierung und Frisur:
* Pigtail-Zöpfe: Zwei Zöpfe, einer auf jeder Seite des Kopfes.
* Kronengeflecht (Halogeflecht): Ein Zopf, der sich um den Kopf legt und so einen kronenartigen Effekt erzeugt.
* Seitengeflecht: Ein Zopf, der auf einer Seite des Kopfes positioniert wird.
* Hochsteckzopf: Ein Zopf, der in eine Hochsteckfrisur eingearbeitet wird.
* Geflochtener Pony: Ein Zopf, mit dem der Pony vom Gesicht weg gestylt wird.
* Geflochtener Dutt: Ein Dutt, der aus Zöpfen hergestellt wird.
* Halbhochgeflecht: Ein Zopf, der nur die oberste Haarschicht einbezieht und den Rest unten lässt.
IV. Zöpfe für strukturiertes Haar (Schutzstile):
Diese Zöpfe werden oft verwendet, um natürliches Haar zu schützen, das Wachstum zu fördern und weniger tägliche Pflege zu erfordern. Dabei handelt es sich häufig um das Hinzufügen von Erweiterungen.
* Cornrows: Eine Reihe enger, flacher Zöpfe, die mit einer Unterhandtechnik (Dutch) nahe an der Kopfhaut geflochten werden. Kann gerade, gebogen oder gemustert sein.
* Kastengeflechte: Einzelne dreisträngige Zöpfe, die mithilfe von Haarverlängerungen erstellt werden. Das Haar ist in quadratische oder kastenförmige Abschnitte unterteilt.
* Mikrogeflechte: Sehr kleine, dünne Box Braids.
* Senegalesische Drehungen (Seildrehungen): Zweisträngige Drehungen mithilfe von Haarverlängerungen.
* Marley Twists: Zweisträngige Drehungen mit Marley-Haarverlängerungen, die eine gröbere Textur haben.
* Passion Twists: Zweisträngige Drehungen mit lockigen Haarverlängerungen, was zu einem weichen, böhmischen Look führt.
* Knotenlose Zöpfe: Eine Technik, bei der dem natürlichen Haar Extensions hinzugefügt werden, ohne einen Knoten an der Basis zu verwenden. Dadurch werden Spannungen auf der Kopfhaut reduziert.
* Fulani-Zöpfe: Cornrows, die mit Perlen gestylt sind und oft einen Zopf in der Mitte des Kopfes aufweisen.
* Ghana Braids (unsichtbare Cornrows): Cornrows, die zunächst dünn sind und mit dem Hinzufügen von Extensions allmählich dicker werden.
V. Dekorative Zöpfe:
* Bandgeflecht: Binden Sie beim Flechten ein Band in einen Zopf ein.
* Perlengeflechte: Zur Verzierung Perlen zum Zopf hinzufügen.
* Spitzengeflecht: Ähnlich wie ein französischer Zopf, aber nur im oberen Bereich werden Haare hinzugefügt.
Wichtige Überlegungen:
* Spannung: Zöpfe sollten nicht zu eng sein, da dies zu Haarbruch und Kopfhautschäden (Traktionsalopezie) führen kann.
* Wartung: Die richtige Pflege von Zöpfen (insbesondere Schutzfrisuren) ist für die Haargesundheit von entscheidender Bedeutung. Dazu gehören die Befeuchtung, die Reinigung der Kopfhaut und der nächtliche Schutz der Zöpfe.
* Haartyp: Einige Zopftypen eignen sich besser für bestimmte Haartypen und -texturen als andere.
* Fähigkeitsstufe: Manche Zöpfe lassen sich einfacher herstellen als andere. Scheuen Sie sich nicht, mit den Grundlagen zu beginnen und sich nach und nach zu komplexeren Stilen hochzuarbeiten.
Dies ist eine ziemlich umfassende Liste, aber die Welt des Flechtens entwickelt sich ständig weiter und es entstehen ständig neue Variationen und Techniken! Viel Glück beim Experimentieren und beim Finden der Zopfstile, die Ihnen gefallen!