1. Schutz:
* Sonnenschutz: Das Haar, insbesondere auf dem Kopf, bietet eine Barriere gegen schädliche ultraviolette (UV) Strahlung aus der Sonne. Dies schützt die Kopfhaut und verringert das Risiko von Sonnenbrand und Hautkrebs.
* physischer Schutz: Haare können die Haut gegen geringfügige Auswirkungen und Abrasionen kissen.
* Augenschutz: Wimpern und Augenbrauen schützen die Augen vor Trümmern, Schweiß und Sonnenlicht.
* Nasen- und Ohrschutz: Haare in der Nase und Ohren fangen Staub, Pollen und andere Partikel ein und verhindern, dass sie in das Atmungssystem und das Innenohr eintreten.
2. Isolierung und Thermoregulation:
* Wärme: Haare fangen eine Luftschicht in der Nähe der Haut und sorgen für eine Isolierung gegen kalte Temperaturen. Dies hilft, Körperwärme zu erhalten. Während das menschliche Körperhaar weniger dicht ist als das vieler Säugetiere, können sich die winzigen Muskeln an der Basis jedes Haarfollikels (Archtrektorpili) zusammenziehen, wodurch sich das Haar an Ende (Gänsehaut) stand. Dies erzeugt eine dickere Schicht isolierender Luft.
* Kühlung: Bei einigen Tieren kann das Haar eine gewisse Kühlung sorgen, indem die Haut beschattet und eine bessere Verdunstung von Schweiß ermöglicht wird (obwohl sich Menschen hauptsächlich auf Schweißdrüsen zur Kühlung verlassen).
3. Sensorische Funktion:
* Tastes Gefühl: Haarfollikel sind mit Nervenenden verbunden, wodurch sie berührungsempfindlich sind. Dies ermöglicht es uns, die Luftbewegung, das Vorhandensein von Insekten auf der Haut und andere subtile Veränderungen in unserer Umwelt zu erkennen.
4. Soziale und sexuelle Signalübertragung:
* Attraktion und Identität: Frisur, Farbe und Pflege haben im Laufe der Geschichte eine bedeutende Rolle bei der sozialen und sexuellen Signalübertragung des Menschen gespielt. Haare können eine Form der Selbstdarstellung sein, Informationen über den Status einer Person vermitteln oder zu ihrer Attraktivität beitragen.
Evolutionäre Überlegungen:
* unsere Vorfahren: Unsere frühen menschlichen Vorfahren hatten viel mehr Körperhaar als heute. Als sich Menschen entwickelten und in wärmere Klimazonen wanderten, nahm die Notwendigkeit einer Isolierung ab, und wir haben allmählich einen Großteil unseres Körperhaares verloren. Die Haare, die blieben, servierten jedoch wesentliche Schutz- und sensorische Funktionen.
* Regionale Variation: Die Verteilung und Haardichte kann je nach geografischer Lage und Herkunft der Stamme variieren. Menschen aus Regionen mit kälteren Klimazonen haben in der Regel mehr Körperhaare als die aus wärmeren Regionen.
Zusammenfassend dient Haar als vielseitiger Schutz-, Thermoregulations-, sensorischer und sozialer Signalmechanismus. Obwohl sich die Menge und Verteilung des Haares während der gesamten menschlichen Evolution verändert hat, spielt sie weiterhin wesentliche Rollen in unserem Wohlbefinden.