* Testosteron und Dihydrotestosteron (DHT): Testosteron spielt eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung männlicher sekundärer sexueller Merkmale, einschließlich erhöhter Muskelmasse, einer tieferen Stimme und vor allem Haarwachstum. Ein Derivat von Testosteron, Dihydrotestosteron (DHT), ist besonders stark in stimulierenden Haarfollikeln. DHT bewirkt, dass Haarfollikel dickere und dunklere Haare wachsen, insbesondere in Bereichen wie Gesicht, Brust, Rücken und Schamhungerregion.
* Androgenrezeptoren: Die Anzahl und Empfindlichkeit von Androgenrezeptoren in Haarfollikeln variieren über den Körper und zwischen Individuen. Männer haben typischerweise eine höhere Konzentration und Empfindlichkeit dieser Rezeptoren in Bereichen, in denen das Körperhaar stärker ist. Dies bedeutet, dass ihre Haarfollikel mehr auf die Auswirkungen von Testosteron und DHT reagieren.
* Evolutionsfaktoren: Während die genauen evolutionären Gründe noch diskutiert werden, gibt es mehrere Theorien:
* Signalreife und Fruchtbarkeit: Körperhaare können als visuelles Signal für sexuelle Reife und Fruchtbarkeit für potenzielle Partner gedient haben.
* Schutz: In unserer evolutionären Vergangenheit haben dickere Körperhaare möglicherweise ein gewisses Maß an Schutz vor Elementen, Parasiten oder leichten Verletzungen geboten.
* Thermoregulation: Haare können Isolierungen in kälteren Klimazonen liefern, obwohl dieser Effekt diskutiert wird, und das Schwitzen kann helfen, den Körper zu kühlen.
* Genetik: Gene spielen eine bedeutende Rolle bei der Bestimmung der Menge und Verteilung des Körperhaares. Einige Männer sind genetisch dazu veranlasst, mehr oder weniger Haare zu haben, und dies kann auch über unterschiedliche ethnische Hintergründe variieren.
* Pubertät: Der Testosteronschub während der Pubertät löst die Entwicklung von Körperhaaren bei Männern aus.
Zusammenfassend trägt die Kombination von höheren Androgenspiegeln, empfindlicheren Androgenrezeptoren, genetischer Veranlagung und möglichen evolutionären Faktoren zu einer größeren Menge an Körperhaaren bei, die im Vergleich zu Frauen im Allgemeinen beobachtet werden.