1. Identifizieren Sie mögliche Ursachen:
* Trockene Haut: Dies ist die häufigste Ursache, insbesondere in trockenen Klimazonen oder im Winter. Häufiges Händewaschen, scharfe Seifen und Händedesinfektionsmittel können das Problem verschlimmern.
* Reizende Kontaktdermatitis: Der Kontakt mit reizenden Substanzen wie aggressiven Chemikalien, Reinigungsmitteln, Reinigungsmitteln, Duftstoffen oder bestimmten Metallen kann zu einer Ablösung der Haut führen.
* Allergische Kontaktdermatitis: Ähnlich einer irritativen Dermatitis, wird aber durch eine allergische Reaktion auf etwas verursacht, das Sie berührt haben, wie etwa Latex, Giftefeu, bestimmte Metalle (Nickel) oder Inhaltsstoffe in Lotionen.
* Ekzem (atopische Dermatitis): Eine chronisch entzündliche Hauterkrankung, die zu trockener, juckender und sich schälender Haut führen kann.
* Psoriasis: Eine Autoimmunerkrankung, die dazu führt, dass sich Hautzellen zu schnell vermehren, was zu schuppiger, dicker und manchmal schälender Haut führt. Palmoplantare Psoriasis betrifft insbesondere die Handflächen und Fußsohlen.
* Pilzinfektionen (Tinea Manuum): Eine Pilzinfektion der Hände, die häufig durch das Berühren infizierter Bereiche am Körper oder durch andere Personen entsteht.
* Sonnenbrand: Sogar die Handflächen können einen Sonnenbrand bekommen, der zum Abblättern führt.
* Scharlachfieber: Eine bakterielle Infektion, die einen charakteristischen Ausschlag verursachen kann, gefolgt von einer Ablösung der Haut, insbesondere an Händen und Füßen. Dies wird normalerweise von anderen Symptomen wie Halsschmerzen, Fieber und Erdbeerzunge begleitet. (Häufiger bei Kindern)
* Kawasaki-Krankheit: Eine seltene Erkrankung, die vor allem bei Kindern auftritt und neben anderen Symptomen wie Fieber, Hautausschlag und roten Augen zu einer Abschälung der Haut an Händen und Füßen führen kann.
* Vitaminmangel: In seltenen Fällen kann ein Mangel an bestimmten Vitaminen (wie Niacin oder Vitamin A) zu Hautproblemen führen.
* Peeling-Haut-Syndrom: Eine seltene genetische Hauterkrankung.
2. Sofortige Selbstfürsorgemaßnahmen:
* Häufig mit Feuchtigkeit versorgen: Dies ist unabhängig von der Ursache von entscheidender Bedeutung. Verwenden Sie mehrmals täglich eine dicke, parfümfreie, hypoallergene Feuchtigkeitscreme, insbesondere nach dem Händewaschen. Suchen Sie nach Zutaten wie:
* Weichmacher: Helfen, die Haut weicher und glatter zu machen (z. B. Sheabutter, Kakaobutter, Mineralöl).
* Feuchthaltemittel: Ziehen Feuchtigkeit in die Haut (z. B. Hyaluronsäure, Glycerin).
* Okklusionsmittel: Erstellen Sie eine Barriere, um Feuchtigkeitsverlust zu verhindern (z. B. Vaseline, Bienenwachs, Dimethicon).
* Vermeiden Sie scharfe Seifen und Desinfektionsmittel: Verwenden Sie milde, parfüm- und farbstofffreie Seifen. Entscheiden Sie sich für Händedesinfektionsmittel mit einem hohen Alkoholgehalt (mindestens 60 %), wenn Seife und Wasser nicht verfügbar sind, aber verwenden Sie sie sparsam und spenden Sie anschließend immer Feuchtigkeit.
* Sanfte Reinigung: Waschen Sie Ihre Hände mit lauwarmem Wasser (nicht heiß) und tupfen Sie sie vorsichtig mit einem weichen Handtuch trocken. Vermeiden Sie übermäßiges Schrubben.
* Handschuhe tragen: Schützen Sie Ihre Hände vor Reizstoffen und Witterungseinflüssen. Tragen Sie Handschuhe, wenn Sie den Abwasch erledigen, putzen, im Garten arbeiten oder mit Chemikalien arbeiten. Tragen Sie bei kaltem Wetter auch Handschuhe.
* Bleiben Sie hydriert: Trinken Sie viel Wasser, um Ihre Haut von innen heraus mit Feuchtigkeit zu versorgen.
* Vermeiden Sie das Pflücken oder Schälen: Dies kann das Infektionsrisiko erhöhen und die Haut weiter schädigen. Lassen Sie die abblätternde Haut auf natürliche Weise abgehen. Schneiden Sie lose Kanten bei Bedarf vorsichtig mit einer sauberen Schere ab.
* Haferflockenbäder/-bäder: Kolloidales Haferflockenmehl kann gereizte Haut beruhigen. Sie können es einem lauwarmen Bad hinzufügen oder eine Paste herstellen und diese direkt auf die betroffenen Stellen auftragen.
3. Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten:
Konsultieren Sie einen Arzt oder Dermatologen, wenn:
* Das Peeling ist stark oder großflächig.
* Das Peeling geht mit weiteren Symptomen einher wie:
* Juckreiz
* Rötung
* Schmerzen
* Blasen
* Hautausschlag
* Fieber
* Halsschmerzen
* Geschwollene Lymphknoten
* Sie vermuten eine allergische Reaktion.
* Das Peeling bessert sich durch Selbstpflegemaßnahmen nach ein bis zwei Wochen nicht.
* Sie haben eine bekannte Hauterkrankung wie Ekzeme oder Psoriasis und das Peeling ist ein neues oder sich verschlimmerndes Symptom.
* Sie befürchten eine mögliche Infektion.
* Das Peeling beeinträchtigt Ihre täglichen Aktivitäten.
4. Was Sie beim Arztbesuch erwartet:
Der Arzt wird wahrscheinlich:
* Machen Sie eine detaillierte Anamnese Ihrer Symptome und Ihrer Krankengeschichte.
* Untersuchen Sie Ihre Hände und die betroffene Haut.
* Fragen Sie nach potenziellen Reizstoffen oder Allergenen, denen Sie möglicherweise ausgesetzt waren.
* Eventuell Tests bestellen, wie zum Beispiel:
* Hautabschabung zur Pilzkultur
* Allergietest (Patchtest)
* Blutuntersuchungen
5. Mögliche Behandlungen (vom Arzt verschrieben):
Die Behandlung hängt von der zugrunde liegenden Ursache ab. Zu den möglichen Behandlungen gehören:
* Topische Kortikosteroide: Zur Linderung von Entzündungen und Juckreiz (bei Ekzemen, Psoriasis oder Kontaktdermatitis).
* Antimykotische Cremes: Bei Pilzinfektionen.
* Weichmacher und Barrierecremes: Verschreibungspflichtige Feuchtigkeitscremes.
* Calcineurin-Inhibitoren (z. B. Tacrolimus, Pimecrolimus): Bei Ekzemen, insbesondere wenn Kortikosteroide nicht wirksam oder geeignet sind.
* Phototherapie (Lichttherapie): Bei Psoriasis oder Ekzemen.
* Orale Medikamente: In schweren Fällen können orale Kortikosteroide, Antimykotika oder andere Medikamente erforderlich sein.
Zusammenfassung:
Beginnen Sie mit grundlegenden Selbstpflegemaßnahmen wie Feuchtigkeitsversorgung und der Vermeidung von Reizstoffen. Wenn das Peeling anhaltend oder schwerwiegend ist oder von anderen Symptomen begleitet wird, suchen Sie einen Arzt auf, um die zugrunde liegende Ursache zu ermitteln und eine geeignete Behandlung zu erhalten. Ignorieren Sie es nicht, denn einige Erkrankungen erfordern besondere ärztliche Hilfe.