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Handgefertigte Schönheitsprodukte auf Etsy verkaufen:Gesetzliche Anforderungen und Richtlinien

Ob es legal ist, handgefertigte Schönheitsprodukte auf Etsy zu verkaufen, hängt von einigen Faktoren ab, vor allem davon, wo Sie (der Verkäufer) und Ihre Kunden ansässig sind und was die Produkte sind.

Hier ist eine Aufschlüsselung der wichtigsten Überlegungen:

1. Allgemeine Anforderungen (gelten für alle):

* Etsys Richtlinien: Sie MÜSSEN die Verkäuferrichtlinien und die Richtlinie zu verbotenen Artikeln von Etsy einhalten. Sie haben spezielle Richtlinien für den Verkauf handgefertigter Artikel, die Kennzeichnung und akzeptable Zutaten. Lesen Sie diese unbedingt durch und verstehen Sie sie. Diese Richtlinien finden Sie auf der Etsy-Website.

* Ehrliche und genaue Beschreibungen: Ihre Produktbeschreibungen müssen wahrheitsgemäß sein und dürfen nicht irreführend sein. Vermeiden Sie unbegründete Behauptungen über die Vorteile Ihrer Produkte (z. B. die Behauptung, sie würden Ekzeme heilen).

* Zutatenlisten löschen: Jedes Produkt *muss* eine vollständige und genaue Zutatenliste haben. Dies ist für die Sicherheit der Kunden, insbesondere von Allergikern, von entscheidender Bedeutung.

* Richtige Verpackung: Die Verpackung muss für das Produkt geeignet sein und es während des Transports schützen. Es sollte auch ordnungsgemäß gekennzeichnet sein.

* Altersbeschränkungen: Wenn Ihre Produkte nur für Erwachsene bestimmt sind, müssen Sie dies deutlich angeben.

2. Vorschriften je nach Standort (Verkäufer und Käufer):

* Vereinigte Staaten (USA):

* FDA-Vorschriften: Die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) reguliert Kosmetika. Obwohl nicht alle handgefertigten Schönheitsprodukte vor dem Verkauf eine FDA-Zulassung benötigen, müssen *alle* den FDA-Vorschriften entsprechen. Kernpunkte:

* Definition „Kosmetik“: Die FDA definiert „Kosmetik“ weit gefasst. Dazu gehören Produkte, die dazu bestimmt sind, den menschlichen Körper oder Teile davon zu reinigen, zu verschönern, die Attraktivität zu steigern oder das Aussehen zu verändern. Dazu gehören Make-up, Lotionen, Seifen, Shampoos und mehr.

* Gute Herstellungspraxis (GMP): Auch wenn dies für kleine Hersteller nicht immer obligatorisch ist, wird die Einhaltung der GMP-Richtlinien dringend empfohlen. Dazu gehört die Aufrechterhaltung der Sauberkeit, der Einsatz von Sanitäranlagen und die Sicherstellung einer gleichbleibenden Produktqualität.

* Verfälschung und falsches Branding: Ihre Produkte dürfen *nicht* verfälscht (mit schädlichen Substanzen) oder falsch gekennzeichnet (mit falschen oder irreführenden Etiketten) sein.

* Farbzusätze: Farbzusätze *müssen* von der FDA zugelassen sein und gemäß deren Vorschriften verwendet werden. Dies ist ein häufiger Bereich, in dem Verkäufer von handgefertigten Produkten in Schwierigkeiten geraten können.

* „Drogen“: Wenn Ihr Produkt dazu bestimmt ist, Krankheiten zu behandeln oder zu verhindern oder die Struktur oder Funktion des Körpers zu beeinflussen, wird es von der FDA als „Arzneimittel“ betrachtet und die Anforderungen sind viel strenger. Der Verkauf eines Produkts als Medikament ohne FDA-Zulassung ist illegal. Wenn Sie beispielsweise behaupten, Ihre Lotion heilt Ekzeme, wird sie zu einem nicht zugelassenen Medikament.

* Landesgesetze: Viele Staaten haben ihre eigenen Vorschriften für die Herstellung und den Verkauf von Kosmetika. Dazu können Anforderungen für Gewerbelizenzen, Umsatzsteuergenehmigungen und spezifische Kennzeichnungsanforderungen gehören. Erkundigen Sie sich beim Gesundheitsamt oder der Verbraucherschutzbehörde Ihres Staates.

* Europäische Union (EU) / Vereinigtes Königreich (UK):

* Sehr strenge Vorschriften: In der EU und im Vereinigten Königreich gelten sehr strenge Kosmetikvorschriften.

* Cosmetic Product Safety Report (CPSR): Im Allgemeinen benötigen Sie für jedes Produkt eine CPSR, bevor es legal in der EU/im Vereinigten Königreich verkauft werden darf. Dieser Bericht wird von einem qualifizierten Sicherheitsgutachter erstellt und zeigt, dass das Produkt für die menschliche Gesundheit sicher ist. Dies ist ein kostspieliger Prozess.

* Verantwortliche Person: Sie benötigen eine „verantwortliche Person“ mit Sitz in der EU/im Vereinigten Königreich, die rechtlich für die Gewährleistung der Sicherheit und Konformität des Produkts verantwortlich ist.

* Benachrichtigung an das CPNP (Cosmetic Products Notification Portal): Produkte müssen dem CPNP gemeldet werden, bevor sie auf den EU-Markt gebracht werden.

* UK-Kosmetikvorschriften: Nach dem Brexit gelten im Vereinigten Königreich eigene, ähnliche Regelungen wie in der EU. Sie müssen wahrscheinlich beides einhalten, wenn Sie sowohl in die EU als auch in das Vereinigte Königreich verkaufen.

* Kanada:

* Kosmetische Vorschriften: Health Canada reguliert Kosmetika.

* Benachrichtigung: Hersteller und Importeure müssen Health Canada innerhalb von 10 Tagen nach dem Verkauf eines Kosmetikprodukts benachrichtigen.

* Verbotene und eingeschränkte Inhaltsstoffe: Kanada verfügt über eine Liste verbotener und eingeschränkter kosmetischer Inhaltsstoffe.

* Andere Länder: Informieren Sie sich über die spezifischen Kosmetikvorschriften jedes anderen Landes, in das Sie verkaufen möchten. Sie werden stark variieren.

3. Produkttypen, die oft einer besonderen Prüfung bedürfen:

* Seifen: Die Einstufung von Seife (als Kosmetikum oder Arzneimittel) kann insbesondere in den USA schwierig sein. Wenn der Hauptzweck der Seife die Reinigung ist und sie hauptsächlich aus Fetten/Ölen und Alkali besteht, wird sie normalerweise als Seife betrachtet. Wenn es zur Behandlung von Hauterkrankungen bestimmt ist oder synthetische Reinigungsmittel enthält, handelt es sich wahrscheinlich um ein Kosmetikum.

* Sonnenschutzmittel: Sonnenschutzmittel sind in vielen Ländern (einschließlich den USA) als Arzneimittel reguliert und erfordern eine FDA-Zulassung.

* Produkte mit ätherischen Ölen: Ätherische Öle können stark sein und allergische Reaktionen hervorrufen. Verwenden Sie sie vorsichtig und in angemessenen Konzentrationen. Für einige ätherische Öle gelten Einschränkungen hinsichtlich ihrer Verwendung.

* Für Babys/Kinder vermarktete Produkte: Für Produkte, die für Babys und Kinder bestimmt sind, gelten oft strengere Vorschriften.

4. Empfehlungen:

* Gründlich recherchieren: Verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf Online-Beratung. Konsultieren Sie Rechts- und Regulierungsexperten an Ihrem Standort und an den Standorten, an die Sie verkaufen möchten.

* Klein anfangen: Beginnen Sie mit dem Verkauf vor Ort an Freunde und Familie, um Feedback zu erhalten und Ihre Rezepte und Prozesse zu verfeinern.

* Erwägen Sie eine Versicherung: Eine Produkthaftpflichtversicherung wird dringend empfohlen, um sich zu schützen, falls ein Kunde eine negative Reaktion auf Ihr Produkt zeigt.

* Treten Sie relevanten Verbänden bei: Branchenverbände können wertvolle Ressourcen und Informationen bereitstellen.

* Auf dem Laufenden bleiben: Kosmetikvorschriften entwickeln sich ständig weiter. Bleiben Sie daher über alle Änderungen auf dem Laufenden, die sich auf Ihr Unternehmen auswirken können.

Fazit:

Der Verkauf handgefertigter Schönheitsprodukte auf Etsy *kann* legal sein, erfordert jedoch erhebliche Anstrengungen, um die Einhaltung aller geltenden Vorschriften sicherzustellen. Die Nichteinhaltung kann zu Geldstrafen, Produktrückrufen und sogar rechtlichen Schritten führen. Machen Sie Ihre Hausaufgaben, seien Sie sorgfältig und legen Sie Wert auf Sicherheit. Machen Sie keine Abstriche, wenn es um Compliance geht. Es ist besser, auf Nummer sicher zu gehen!