1. Aromatische Verbindungen/ätherische Öle:
* Terpene: Hierbei handelt es sich um eine riesige Gruppe organischer Verbindungen, die aus Isopreneinheiten abgeleitet sind. Sie sind unglaublich vielseitig und bringen ein breites Spektrum an Düften und Geschmacksrichtungen mit. Beispiele hierfür sind:
* Limonen: Kommt in Zitrusfrüchten vor. Wird in Produkten und Parfüms mit Zitrusgeschmack für eine helle, belebende Note verwendet.
* Pinen (Alpha und Beta): Gefunden in Kiefern. Wird in nach Kiefernholz duftenden Reinigungsmitteln und Parfüms verwendet und gelegentlich auch, um bestimmten Speisen oder Getränken eine harzige Note zu verleihen.
* Geraniol: Kommt in Rosen, Geranien und Zitronengras vor. Wird in Produkten mit Rosengeschmack und Rosenduft verwendet.
* Linalool: In Lavendel, Bergamotte und Koriander enthalten. Wird wegen seines blumigen und leicht zitronigen Aromas in Parfüms und manchmal zum Würzen von Kräutertees oder Süßigkeiten verwendet.
* Ester: Diese haben eine große Auswahl an fruchtigen und blumigen Düften und Geschmacksrichtungen. Beispiele hierfür sind:
* Ethylacetat: Kommt in vielen Früchten vor und verströmt einen süßen, lösungsmittelartigen Geruch. Wird in Fruchtaromen und manchmal als Lösungsmittel in Parfüms verwendet.
* Isoamylacetat: Kommt in Bananen und Birnen vor. Wird zum Aromatisieren von Bananen und in einigen Parfüms für einen fruchtigen Akzent verwendet.
* Aldehyde: Kann von fruchtig und blumig bis wachsig oder grün reichen. Beispiele hierfür sind:
* Zimtaldehyd: Gefunden in Zimtrinde. Wird in Zimtaromen und Parfüms für eine würzige, warme Note verwendet.
* Hexanal: Verleiht eine grasige, grüne Note. Es wird in Parfüms verwendet, um die Essenz von frisch geschnittenem Gras einzufangen.
* Phenole: Haben oft würzige, rauchige oder medizinische Aromen. Beispiele hierfür sind:
* Eugenol: Kommt in Nelken, Zimt und Lorbeerblättern vor. Wird in Gewürznelkenaromen und Parfüms für eine würzige, warme Note verwendet.
* Vanillin: In Vanilleschoten enthalten. Wird in Vanillearomen und Parfüms für eine süße, cremige Note verwendet.
2. Synthetische Aromachemikalien:
* Aufgrund der Kosten und Verfügbarkeit natürlicher Inhaltsstoffe sind synthetische Aromachemikalien äußerst verbreitet. Diese sind oft so konzipiert, dass sie die Düfte und Geschmacksrichtungen natürlicher Zutaten nachahmen oder völlig neue Zutaten kreieren. Beispiele hierfür sind:
* Hedion: Hat einen leichten, strahlenden, blumigen (jasminartigen) Duft. Wird häufig in Parfüms verwendet.
* Iso E Super: Ein holziges, bernsteinartiges Aroma. Sehr häufige Basisnote in Parfüms.
* Galaxolid: Ein moschusartiger Duft. Einer der am häufigsten verwendeten synthetischen Moschusstoffe.
3. Lösungsmittel und Träger:
* Ethanol (Alkohol): Wird als Lösungsmittel zum Auflösen und Transportieren von Duftstoffen in Parfüms verwendet. Wird auch zum Verdünnen von Aromen verwendet.
* Propylenglykol: Ein häufiges Lösungsmittel und Feuchthaltemittel (Feuchtigkeitsspeichermittel) in Aromen und Duftstoffen.
* Pflanzenöle (z. B. fraktioniertes Kokosnussöl): Wird als Trägerstoff für ätherische Öle in einigen natürlichen Parfüms und Aromen verwendet.
4. Fixiermittel:
* Diese verlangsamen die Verdunstung flüchtiger Duftstoffe und sorgen so dafür, dass der Duft länger anhält. Beispiele hierfür sind:
* Resinoide (Benzoe, Tolubalsam, Labdanum): Werden aus natürlichen Harzen gewonnen und haben balsamische, vanilleartige oder bernsteinartige Düfte.
* Synthetische Moschusstoffe (siehe Galaxolid oben): Wirken auch als Fixiermittel.
Wichtige Überlegungen zur Verwendung von Aromen und Duftstoffen:
* Reinheit und Sicherheit: Die in Aromen verwendeten Zutaten *müssen* lebensmittelecht und sicher für den Verzehr sein. Duftstoffe sind zwar sorgfältig getestet, aber nicht immer für die Einnahme geeignet.
* Konzentration: Um das gewünschte Geschmacksprofil zu erreichen, werden Aromen häufig in deutlich höheren Konzentrationen als Duftstoffe eingesetzt.
* Regulatorische Unterschiede: Die Vorschriften zur Verwendung von Inhaltsstoffen in Aromen und Duftstoffen unterscheiden sich von Land zu Land erheblich.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Überschneidungen zwischen Geschmacks- und Duftstoffen erheblich sind, insbesondere bei der Verwendung natürlicher und synthetischer Aromachemikalien. Die Hauptunterschiede liegen in der erforderlichen Reinheit, Konzentration und den rechtlichen Rahmenbedingungen für ihre Verwendung.